Pressemitteilung
Das St. Elisabeth-Krankenhaus Salzgitter gerät in Schieflage: das 102-Betten-Haus gehört zum Elisabeth Vinzenz Verbund, einem katholischen Träger, dem unter anderem 15 Kliniken angehören und möchte sich in Eigenverwaltung sanieren.
Während des Verfahrens bleibt die Geschäftsführung im Amt und wird das Haus eigenverantwortlich durch den Sanierungsprozess führen, teilte das Krankenhaus mit. Die Geschäftsführung wird dabei durch die Kanzlei Brinkmann & Partner von einem Team um Rechtsanwalt Christoph Enkler sowie Advant Beiten unterstützt.
Das Amtsgericht Braunschweig hat Herrn Rechtsanwalt Silvio Höfer von der Kanzlei Anchor zum vorläufigen Sachwalter bestellt.
Gründe für die Insolvenz sind die angespannte wirtschaftliche Lage und steigende Kosten im Personal, Sach- und Energiebereich. Außerdem hätten sich nach Angaben des Hauses die Investitionskosten des Neubaus auf die finanzielle Gesamtsituation ausgewirkt.
Trotz des Verfahrens hält das Krankenhaus an der geplanten Inbetriebnahme des Neubaus fest. „Derzeit werden einzelne organisatorische und kaufmännische Rahmenbedingungen überprüft“, heißt es in einer Mitteilung.
Der Krankenhausbetrieb läuft in allen Bereichen uneingeschränkt weiter. Die Löhne und Gehälter der Mitarbeitenden sind über das Insolvenzgeld für drei Monate abgesichert.