Es sind schwierige Gespräche und Verhandlungen, in denen zurzeit um die Rettung der Flensburger Schiffbaugesellschaft gerungen wird. Zum laufenden vorläufigen Insolvenzverfahren kommt nun die Stornierung des aktuellen Auftrages, dem Bau des Schiffes 774 – Honfleur. Dies stellt eine besondere Herausforderung dar.

Die Fertigstellung des Schiffes 774 auf der Flensburger Werft soll jedoch weitergeführt werden, so der heutige Beschluss des Gläubigerausschusses. Dazu hat der Gläubigerausschuss dem Finanzierer ein neues Angebot zur Fertigstellung des Neubaus 774 durch die FSG übermittelt.

Oberbürgermeisterin Simone Lange, Vertreterin der Stadt Flensburg im Gläubigerausschuss weiß um die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens und erklärt: „Wir glauben an die Fähigkeiten der FSG! Sie hat in ihren knapp 150 Jahren bewiesen, dass sie hervorragende Schiffe bauen kann. Es ist der Werft als eines von wenigen inländischen Schiffbauunternehmen stets gelungen, die schweren Krisen der Branche zu meistern und durchgehend komplexe, qualitativ hochwertige Schiffe zu bauen. Wir wollen, dass das auch in Zukunft so bleibt. Die Voraussetzungen dafür sind auf jeden Fall gegeben, wenn nun alle an einem Strang ziehen.“

Dem schließen sich Geschäftsführer Martin Hammer und der Generalhandlungsbevollmächtigte Stefan Denkhaus an: „Wir sind zusammen mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bereit, an diesem Neubau mit voller Kraft weiterzuarbeiten. Dank des vorhandenen Know-hows der FSG könnte dies auch schnell umgesetzt werden.“

„Dass sich der Gläubigerausschuss für diesen Auftrag stark macht, beweist das nachhaltige Vertrauen, das die Mitglieder des Ausschusses in die Fähigkeiten der FSG und ihrer Belegschaft setzen. Die enge Zusammenarbeit zwischen Gläubigerausschuss, Eigenverwaltung und Sachwaltung ist ein starkes Zeichen an SIEM, Brittany Ferries und an den gesamten Markt“, unterstreicht der vom Amtsgericht Flensburg bestellte vorläufige Sachwalter Dr. Christoph Morgen.

Flensburg, 23. Juni 2020

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Über die Flensburger Schiffbau-Gesellschaft (FSG)

Seit der Gründung im Jahr 1872 hat die FSG mehr als 750 Schiffe entworfen und gebaut. Darunter viele einzigartige und komplexe Projekte, wie tauchende Schwergutfrachter, Seismikschiffe, Well Intervention Vessels, hochmoderne RoRo-Fähren oder Schiffe zur strategischen Unterstützung der Marine. Die Stärke des Unternehmens liegt dabei in der Konstruktion und Umsetzung maßgeschneiderter Lösungen für Eigner und Betreiber mit hohen Erwartungen an Zuverlässigkeit und optimale Funktionalität. Der Erfolg der FSG basiert auf der Kombination von langjähriger Erfahrung, ausgereiften Planungs- und Produktionsprozessen, soliden Konstruktionsfertigkeiten sowie dem Antrieb, die Bedürfnisse und Anforderungen der Kunden zu identifizieren und perfekt umzusetzen.

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