PRESSEMITTEILUNG

Automotive

Trotz Investoreninteresses keine Zukunftslösung für Schlote-Werke erzielbar

Kunden wollen Produkte künftig von anderen Lieferanten beziehen

Die Kunden der im Insolvenzverfahren befindlichen Produktionsbetriebe der Schlote-Gruppe haben dem Insolvenzverwalter Manuel Sack mitgeteilt, dass sie die bislang hier beauftragten Automobilteile künftig von anderen Lieferanten beziehen werden. Von dieser Kundenentscheidung betroffen sind insgesamt rund 330 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Werken der Getriebe- und Antriebstechnik Wernigerode GmbH, der Schlote Harzgerode GmbH und der Schlote Brandenburg GmbH & Co. KG.

Seit Einleitung der Insolvenzverfahren vor rund einem Jahr durch das Amtsgericht Hildesheim führt der Insolvenzverwalter die Werke fort. Die Bauteile, Komponenten sowie Vorrichtungen werden auftragsgemäß für Kunden aus der Automobil- und Zulieferindustrie produziert. Die Fortführung wurde durch Verlustübernahmen der Kunden in zweistelliger Millionenhöhe unterstützt.

Parallel zur Unternehmensfortführung hat der Insolvenzverwalter einen Verkaufsprozess durchgeführt. Dabei fanden sich drei strategische Investoren, die einzelne Standorte übernehmen wollen. Zusätzlich bot die Landesregierung Sachsen-Anhalt ihre Unterstützung bei der Lösungsfindung aktiv an. Dennoch kam keine Einigung zwischen den Investoren und den Schlote-Kunden zustande.

Die Entscheidung für eine Ausproduktion in den Werken Wernigerode und Harzgerode liegt nun beim jeweiligen Gläubigerausschuss. In Brandenburg an der Havel läuft die Ausproduktion bereits, das Werk wird voraussichtlich im Herbst geschlossen.

Hannover, 27. April 2026

Pressekontakt Insolvenzverwalter Manuel Sack:
Schellenberg & Kirchberg PR
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